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31.08.2010

BioRegio Freiburg - eine dynamische Region im BioValley

Die BioRegio Freiburg - eine attraktive, dynamische Region mit hoher Lebensqualität - liegt im Dreiländereck Deutschland, Frankreich, Schweiz. Sie ist Partner des trinationalen Netzwerks BioValley, das die biotechnologischen Potenziale der Zentren Freiburg (D), Basel (CH) und Straßburg (F) bündelt.


Wie Nickelallergien entstehen

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Einen wesentlichen Beitrag zur Entschlüsselung der allergiefördernden Eigenschaften von Nickel haben jetzt Wissenschaftler der Universität Gießen und der Medizinischen Fakultät Mannheim gemeinsam mit Kollegen aus Freiburg, Münster und München geleistet. Die Ergebnisse, die für innovative Prophylaxe- und Therapieansätze von Bedeutung sein können, wurden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature Immunology“ veröffentlicht.
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Robert Murphy – Intelligente Computer und Einblicke in Zellen

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Werden wir Menschen, die wir aus Milliarden von Zellen und Abermilliarden von Molekülen aufgebaut sind, je unsere eigene Komplexität verstehen? Robert F. Murphy, External Senior Fellow am Freiburg Institute for Applied Studies (FRIAS), ist einer der Vorreiter der sogenannten Computational Biology. Die Fortschritte in diesem Bereich sind relevant für die medizinische und pharmazeutische Forschung, aber auch für die landwirtschaftliche Industrie.
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Werden wir Menschen, die wir aus Milliarden von Zellen und Abermilliarden von Molekülen aufgebaut sind, je unsere eigene Komplexität verstehen? Robert F. Murphy, External Senior Fellow am Freiburg Institute for Applied Studies (FRIAS), ist einer der Vorreiter der sogenannten Computational Biology. Diese Disziplin setzt Methoden der Mathematik und Informatik ein, um biologische Systeme wie die Zelle in ihrer Komplexität zu untersuchen. Die Fortschritte in diesem Bereich sind relevant für die medizinische und pharmazeutische Forschung, aber auch für die landwirtschaftliche Industrie.

Einen wesentlichen Beitrag zur Entschlüsselung der allergiefördernden Eigenschaften von Nickel haben jetzt Wissenschaftler der Universität Gießen und der Medizinischen Fakultät Mannheim gemeinsam mit Kollegen aus Freiburg, Münster und München geleistet. Die Ergebnisse, die für innovative Prophylaxe- und Therapieansätze von Bedeutung sein können, wurden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature Immunology“ veröffentlicht.

Forscherinnen und Forscher am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Freiburg haben eine Verbindung hergestellt zwischen dem Auftreten der juvenilen myelomonozytären Leukämie (JMML) und Entwicklungsstörungen unterschiedlicher Organsysteme. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift Nature Genetics veröffentlicht.

Das Unternehmen IBAM GbR, Denzlingen, hilft Industriekunden und Forschungseinrichtungen, die biochemischen Angriffspunkte von potenziellen Arzneistoffen oder die Wirkungsmechanismen von Enzymen und Botenstoffen im Zentralen Nervensystem und anderen Geweben aufzuklären. Und sie untersucht mit Hilfe von modernen biochemischen Methoden die pharmazeutische Wirkung von Extrakten aus Heilpflanzen wie Johanneskraut, Passionsfrucht oder Griechischem Bergtee.

Die Arbeitsgruppe von Prof. Ralf Reski ist spezialisiert auf Moose. Erstmals ist es nun gelungen, im Moosbioreaktor ein menschliches Protein zu produzieren: den Komplementfaktor H. Dessen Fehlen führt bei 50 Millionen Menschen zu altersbedingter Blindheit. Der Komplementfaktor H bekam von den zuständigen EU-Behörden den Status eines Arzneimittels für seltene Leiden zugesprochen.

Einen neuen Mechanismus, der die Entwicklung von B-Lymphozyten in unserem Knochenmark steuert, haben Wissenschaftler der Abteilung Molekulare Immunologie der Fakultät für Biologie und des Centre for Biological Signalling Studies (BIOSS) der Universität Freiburg jetzt aufgedeckt.

Der Freiburger Nierenexperte Privatdozent Dr. Tobias Huber hat den mit 5.000 Euro dotierten Franz-Volhard-Preis 2010 erhalten. Der Franz-Volhard-Preis ist der höchste Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie und dient der Auszeichnung herausragender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Nieren- und Hochdruckkrankheiten.

Helicobacter pylori lebt im Magen des Menschen. Er kann Magen- und Zwölffinderdarmgeschwüre auslösen und begünstigt die Entstehung von Magenkarzinomen. Prof. Dr. Manfred Kist vom Universitätsklinikum Freiburg hat rund 25 Jahre seines Forscherlebens dem gekrümmten Stäbchenbakterium gewidmet. Für ihn ist der Organismus in erster Linie ein extrem gut an unwirtliche Bedingungen angepasstes Lebewesen, das erst durch die veränderte Lebensweise des Menschen zum gefährlichen Krankheitserreger wurde.

Die heutigen Verfahren zur Stickstoffproduktion für Pflanzendünger und andere Anwendungen sind sehr ineffizient. Prof. Dr. Oliver Einsle und sein Team von der Universität Freiburg blicken daher bis in die reaktiven Zentren von bakteriellen Enzymen hinein, die Stickstoff binden können. Sie enthalten allesamt Metallionen und vermitteln die entscheidenden chemischen Reaktionen.

Zukünftig wird das Bernstein Center Freiburg die zentrale Einrichtung für die Koordination der Forschung in den Bereichen Computational Neuroscience und Neurotechnologie darstellen. Experimentelle und theoretische Hirnforschung und ihre Anwendungen in Informatik, Mikrosystemtechnik und Klinik werden damit zu einer multidisziplinären Forschungsplattform zusammengeführt.



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Archiv 2009



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120 Schülerinnen und Schüler kamen zu einer von der Spemann Graduiertenschule für Biologie und Medizin (SGBM) und dem Freiburg Seminar für Mathematik und Naturwissenschaften organisierten Veranstaltung zum Thema Influenza.

Die Universität Freiburg gehört in den Fächern Biologie, Medizin und Zahnmedizin laut aktuellem „Forschungsranking deutscher Universitäten 2009“ des „Centrums für Hochschulentwicklung“ (CHE) zur Spitzengruppe deutscher Hochschulen. Auch die Fachbereiche Pharmazie, Mathematik, Physik und Chemie wurden in einzelnen Kategorien exzellent bewertet.

Dass der Austausch zwischen der Forschung und der Industrie am Oberrhein besonders gut funktioniert, zeigten auch dieses Jahr wieder die Vorträge beim „Science meets Business Day 2009“, der den Abschluss der diesjährigen BioValley Life Science Week bildete. Forscher aus fünf ganz unterschiedlichen Disziplinen zeigten gemeinsam mit ihren Unternehmenspartnern in spannenden Vorträgen, was den Wirtschaftsstandort im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz europaweit so erfolgreich macht. Die rund 220 Besucher, unter denen auch über 100 Schüler der Merianschule waren, leitete Dr. Ralf Kindervater, Geschäftsführer der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH, als Moderator durch einen faszinierenden Abend.

Auch im zweiten Teil des Abends des Freiburgers Science meets Business Day begeisterten die Vortragenden mit spannenden Einblicken in die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft. Wie können Neurowissenschaftler immer tiefer in das dynamische Netzwerk Gehirn hineinhorchen? Wie schaffen es Ingenieure, die extrem starken Kräfte zu bändigen, die sich ihnen im Umgang mit kleinsten Flüssigkeitsmengen in den Weg stellen?

Lange Zeit schlummerte sie im Abseits – die Theorie, dass Immunzellen Tumoren angreifen können. Heute erfährt sie eine Renaissance. In Zukunft könnte es sogar möglich werden, T-Lymphozyten so zu verändern, dass sie bestimmte Tumortypen besser erkennen und bekämpfen können. Prof. Dr. Hanspeter Pircher und sein Team von der Universitätsklinik Freiburg versuchen, Verfahren zur passiven zellulären Immunisierung zu entwickeln: Welche Wege gibt es, einem Immunsystem von außen Waffen gegen Krebs in die Hand zu geben.

Milliarden von Nervenzellen, Billionen von Verbindungen - wie schafft es das Gehirn, die Welt in ihrer Ordnung abzubilden und adäquate Verhaltensweisen zu produzieren? In den unterschiedlichen Arealen des komplexen Organs muss es geordnete Verarbeitungseinheiten geben, die solche Prozesse ermöglichen. Der Neuroanatom Prof. Dr. Jochen Staiger von der Universität Freiburg untersucht die sogenannten Tönnchen im somatosensorischen Cortex von Nagetieren, die eine Körperkarte darstellen, mit denen die „taktile Umwelt“ wahrgenommen werden kann. In dem erstaunlich geordnet strukturierten Gehirnteil sucht er nach dem basalen Schaltkreis, der eine Verbindung zwischen Wahrnehmung und Verhalten erlaubt.

Der Bewilligungsausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat beschlossen, zum 1. Januar 2010 den von der Universität Freiburg beantragten Sonderforschungsbereich (SFB) „Kontrolle der Zellmotilität bei Morphogenese, Tumorinvasion und Metastasierung“ einzurichten. Der Freiburger SFB 850 wird in den nächsten vier Jahren mit insgesamt 9,4 Mio Euro gefördert. Hinzu kommt eine 20-prozentige Programmpauschale für indirekte Kosten. Bei Erfolg kann die Laufzeit des SFB 850 bis zu zwölf Jahre betragen.

Autoabgase, Rauch aus Verbrennungen in Industrie und Haushalten - wir atmen täglich ein Gemisch verschiedener Feinstaubpartikel ein. Erkrankungen der Atemwege oder des Herz-Kreislauf-Systems können die Folgen sein. Welche molekularen Mechanismen Flugaschen oder Nanopartikel in den Zellen des Lungengewebes auslösen, untersuchen Dr. Silvia Diabaté und ihr Team vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Sie haben zu diesem Zweck eine Apparatur entwickelt, mit der sie die Vorgänge in dem Organ realitätsnäher als in Zellkulturen simulieren können. Die sogenannte Expositionskammer könnte als Biosensor irgendwann auch die Umwelt überwachen.

Ein wichtiger Teil der Zelleiweiße sitzt in oder an einer Membran. Laut Dr. Dirk Schneider von der Universität Freiburg muß ein Biochemiker jedoch etwas verrückt sein, sie zu untersuchen. Den in der exotischen Umgebung der Lipiddoppelschicht sitzenden Molekülen ist meist nur mit komplizierten Methoden beizukommen. Die Forschung konzentrierte sich daher lange auf wasserlösliche Eiweiße. Schneider und sein Team haben die Herausforderung angenommen. Sie fragen vor allem, wie Membranproteine sich falten und zu Komplexen zusammenlagern.

Prof. Dr. Bodo Liedvogel und Dr. Heinz Haubruck gründeten 1998 die Firma DIARECT AG in Freiburg. Sie brachten nicht nur 20 Jahre Industrie-Erfahrung in das Unternehmen ein, sondern auch ihre gesamten Ersparnisse. Im Interview mit Christoph Bächtle spricht Dr. Heinz Haubruck über Renditeerwartungen von Investoren, Überzeugungsarbeit bei potenziellen Kunden und Risiken beim Gang in die Selbstständigkeit.



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