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Biotechnologie / Life Sciences Aktuell

Hier finden Sie die alle neuen Veröffentlichungen unseres Internetportals, chronologisch nach Datum geordnet. Wenn Sie sich speziell für Wirtschaftsnachrichten oder Nachrichten aus der Wissenschaft interessieren, finden Sie diese als Auswahl in den entsprechenden Rubriken rechts in der Navigation. Nachrichten aus Politik, Netzwerken, dem Förderumfeld, zur Ausbildung oder zur aktuellen Gesetzgebung finden Sie in der Rubrik Umfeld.



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Ein Erfolgsmodell wird zwanzig: Im September 1990 nahmen die ersten Graduiertenkollegs der DFG zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ihre Arbeit auf. Die neuen Einrichtungen sollten Doktorandinnen und Doktoranden aus der klassischen Einzelpromotion herausholen und in ihrer Selbstständigkeit stärken sowie zugleich die Promotion strukturieren und in ein Forschungsprogramm einbetten. Seitdem haben rund 20.000 Kollegiatinnen und Kollegiaten in Graduiertenkollegs ihre Promotion erfolgreich abgeschlossen, die für viele der Ausgangspunkt für eine Karriere in- oder außerhalb der Wissenschaft wurde.

Bilder einer Ultraschall-Untersuchung richtig einordnen und interpretieren zu können, erfordert viel Übung. In der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg trainieren Ärzte nun an einem speziellen Ultraschallsimulator, Schwangere zu untersuchen und den Gesundheitszustand des ungeborenen Kindes präzise zu beurteilen. Die Finanzierung dieses innovativen Gerätes, der damit verbundenen Schulungen und wissenschaftlichen Begleitung hat die Dietmar Hopp Stiftung mit 300.000 Euro unterstützt. Ein besonderer Vorteil des Systems: Die Gynäkologen lernen durch die authentische Simulation auch seltene Krankheitsbilder sicher zu erkennen.

Das Großhirn ist der faszinierendste Teil unseres Gehirns. Es macht uns Menschen aus: Kunst, Literatur und Wissenschaft existierten ohne diesen höchst enwickelten Teil unseres Gehirns nicht. Wissenschaftler am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg haben eine unerwartete Entdeckung gemacht und berichten darüber in Cell: Ein echtes Gegenstück zum Großhirn findet sich bereits in einem Wirbellosen, dem Meeresringelwurm Platynereis dumerilii, einem entfernten Verwandten des Regenwurms. Die Forschungsergebnisse geben einen Hinweis darauf, wie die ältesten hochentwickelten Gehirnregionen ausgesehen haben könnten, wann sie entstanden sind und welche Aufgaben sie hatten.

Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB wollen in Kooperation mit Ärzten des Lungenzentrums Klinik Schillerhöhe Luftröhrenstents so beschichten, dass sie in das umgebende Gewebe einwachsen. Zusätzlich soll eine antimikrobielle Ausrüstung die Besiedelung mit Bakterien und somit Infektionen verhindern.

Der Pflege- und Medizinproduktehersteller Hartmann will sich an seinem Heimatstandort Heidenheim neu ausrichten. Am ostwürttembergischen Sitz der internationalen Hartmann Gruppe will sich das Unternehmen in Zukunft auf die Fertigung im Kerngeschäft konzentrieren. Rund 5 Mio. Euro will das Unternehmen in die Infrastruktur von Gebäuden, Fertigungsstätten, Logistik und Büroflächen investieren.

Das Interdisziplinäre Prostatakarzinomzentrum Ulm (IPZU) hat von der Deutschen Krebsgesellschaft seine Zertifizierung erhalten. Das Ulmer Zentrum reiht sich damit in das gute Dutzend ebenfalls zertifizierter Kliniken im Ländle ein. Gemeinsam mit der Uni-Klinik wurden 15 niedergelassene urologische Facharztpraxen aus Ulm, Neu-Ulm und dem Umland ebenfalls zertifiziert, teilt das Uniklinikum mit.

Das Wissenschaftsministerium schreibt im Rahmen des „Kinderland Baden-Württemberg“ zwei Förderprogramme aus. Insgesamt stehen 3,1 Millionen Euro zur Verfügung. Daraus werden Stipendien für Nachwuchswissenschaftlerinnen mit Kind finanziert und das Kinderbetreuungsprogramm für das wissenschaftliche Personal an Landeshochschulen gefördert.

Die neun baden-württembergischen Universitäten haben sich mit insgesamt 36 Projektskizzen um eine Förderung in der Exzellenzinitiative beworben. Dies teilte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg am 31. August in Stuttgart mit.

„In Baden-Württemberg sind 34 Proben von Raps-Saatgut auf Verunreinigungen mit gentechnisch verändertem Material untersucht worden. Keine der untersuchten Saatgutpartien zeigte Auffälligkeiten. Es wurden keine gentechnisch veränderten Bestandteile gefunden“, sagte der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Rudolf Köberle MdL, am 28. August 2010 in Stuttgart.

Das Bakterium Helicobacter pylori verursacht Magengeschwüre und Magenkrebs. Anhand genetischer Vergleiche verschiedener Helicobacter-Stämme lassen sich die großen prähistorischen Migrationen der Menschheit, darunter auch die Expansion der austronesischen Völker in die Weiten des Pazifischen und Indischen Ozeans, präzise rekonstruieren.

Mit DIAPEDES® hat Dr. med. dent. Hans-Helmut Schmidt eine Pflege- und Hygiene-Vorrichtung beim Diabetischen Fußsyndrom (DFS) entwickelt, mit deren Hilfe eine Behandlung der Extremität abgeschottet unter definierten klinischen Bedingungen ermöglicht wird. Insbesondere die präventive Pflege, die in Geruch und Anblick belastend ist, steht im Masseneinsatz im Vordergrund. Auch bei chronischen, cruralen Wunden wird durch die variable medikamentöse Bestückung der Einsatz beispielsweise bei Sauerstofftherapie und Immunsuppressionen ermöglicht - bei deutlicher Ressourcenschonung. Die bereits patentierte Erfindung soll nach Wunsch des Konstanzers schon bald auf den Markt kommen.

Der Pap-Test gilt als erfolgreichster „Krebstest“ aller Zeiten und hat zahllosen Frauen das Leben gerettet. Er ist aber oft unsicher. Das Heidelberger In-vitro-Diagnostik-Unternehmen mtm laboratories AG hat immunchemische Tests von überlegener Sensitivität und Spezifität entwickelt und auf den Markt gebracht, die das Potenzial haben, die Früherkennung des Zervixkarzinoms zu revolutionieren.

Gentests schaffen die Voraussetzungen einer personalisierten Medizin und sind für die Diagnose und Therapie mancher Krankheiten unerlässlich. Für die Prävention und Bestimmung von Krankheitsrisiken sind sie aber herkömmlichen diagnostischen Verfahren oft noch unterlegen. Manche kommerziellen Tests missbrauchen die an sie geknüpften Erwartungen.

Die beiden Standorte des Brustzentrums Bodensee am Klinikum Konstanz sowie an der Frauenklinik Friedrichshafen haben ein elementares Ziel: Durch hochmoderne Brustkrebsprävention eine größtmögliche Früherkennung von allen Formen des Brustkrebses zu gewährleisten, die Sterbequote der erkrankten Patientinnen zu verringern und folglich die Überlebensrate deutlich zu erhöhen.

Das Pathologische Institut der Universität Heidelberg hat sich unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Schirmacher zu einem Zentrum der Erforschung der Lebertumoren und besonders auch des hepatozellulären Karzinoms entwickelt, an dem neue diagnostische Marker und neue molekulare Angriffspunkte für Medikamente gesucht werden, die darauf hoffen lassen, dass auch dieser Krebs gezielt behandelbar wird.

Werden wir Menschen, die wir aus Milliarden von Zellen und Abermilliarden von Molekülen aufgebaut sind, je unsere eigene Komplexität verstehen? Robert F. Murphy, External Senior Fellow am Freiburg Institute for Applied Studies (FRIAS), ist einer der Vorreiter der sogenannten Computational Biology. Diese Disziplin setzt Methoden der Mathematik und Informatik ein, um biologische Systeme wie die Zelle in ihrer Komplexität zu untersuchen. Die Fortschritte in diesem Bereich sind relevant für die medizinische und pharmazeutische Forschung, aber auch für die landwirtschaftliche Industrie.

Für die Erneuerung und Erweiterung der Geräteausstattung im Jahr 2010 hat das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg dem Institut für Lasertechnik in der Medizin und Messtechnik (ILM) Ulm weitere Mittel in Höhe von 582.000 Euro aus dem im Rahmen des Konjunkturprogramms des Bundes aufgelegten Zukunftsinvestitionsprogramm bewilligt.

Die Europäische Union (EU) fördert mit insgesamt 11,18 Millionen Euro eine internationale Netzwerkforschung zur Verbesserung der Behandlung der Schizophrenie, darunter ein Teilprojekt mit 1,4 Millionen Euro, das am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim durchgeführt wird.

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg zieht in das neue Gebäude Im Neuenheimer Feld 460. Am 23. August 2010 behandelten die Ärzte der Ambulanz der Medizinischen Onkologie dort erstmals ihre Patienten, die bisher ins Otto-Meyerhoff-Zentrum des Universitätsklinikums kamen. In den kommenden Wochen werden die onkologischen Ambulanzen der Frauen-, Haut- und Strahlentherapeutischen Klinik sowie die Ambulanz der Neuroonkologie mit den angeschlossenen ambulanten Tageskliniken umziehen. Der Umzug ist in Etappen geplant und wird Anfang Oktober abgeschlossen sein.

Thomas Wirth ist zum neuen Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm gewählt worden. Der 53-jährige Direktor des Instituts für Physiologische Chemie, bislang stellvertretender Dekan im Fakultätsvorstand, folgt zum Wintersemester auf Klaus-Michael Debatin, der die größte Fakultät der Uni in den vergangenen sechs Jahren geleitet hatte.



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